Name: Yahya Wardak

Lebt in: Kabul, Afghanistan

Deutschlandaufenthalt: 1992 – 2010 in Heidelberg, Hamburg und Bonn

Forschungseinrichtung: Universität Heidelberg, Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin

Bereits im Vorfeld pflegte ich gute Kontakte in Deutschland, sodass ich mich schließlich entschied meinen Auslandsaufenthalt dort zu starten. Während meiner Zeit in Hamburg und Bonn studierte ich sowohl Public Health als auch Health Management and Tropical Medicine. Unterstützt wurde ich  hierbei von InWent.

„Das selbstständige Studieren war neu für mich“

Der größte Unterschied zwischen Deutschland und Afghanistan ist wohl die Arbeitsmoral. Das selbständige Studieren und für alles Verantwortung tragen zu müssen war neu für mich. Daraus ergeben sich einige positive Eigenschaften, die ich für mich übernommen habe. Gibt ein Deutscher dir sein Wort, so kannst du dich auf dieses auch verlassen. Dieses Verbindlichkeitsbewusstsein habe ich mir verinnerlicht.

Beruflich hat der Deutschlandaufenthalt mein Leben stark beeinflusst. Ich habe mir viel Know-How aneignen können. Darunter sowohl praktische als auch theoretische Inhalte, die mir bei meinen Tätigkeiten in meinem Heimatland von großem Nutzen waren und auch noch immer sind.

„Jetzt kann ich nicht nur einzelne Menschen behandeln, sondern für die Gesundheit der gesamten Bevölkerung etwas erreichen“

Ich habe mich umorientiert und anstelle der klinischen Medizin für Public Health entschieden. Das hat mein berufliches Leben total verändert. Jetzt kann ich nicht nur einzelne Menschen behandeln, sondern für die Gesundheit der großen Gemeinden und der gesamten Bevölkerung etwas erreichen.

Wenn ich an meinen Deutschlandaufenthalt zurückdenke, denke ich an ein hartes Studium, harte Arbeit, Pünktlichkeit und dass alles in geregelte Bahnen ist. Am Ende erhält man für diese Anstrengungen einen großen Ertrag.

Die Sonne und die klare Trennung der einzelnen Jahreszeiten haben mir in Deutschland gefehlt. Der lange Winter und die Dunkelheit während des Herbstes haben mir nicht gefallen.

„Noch heute habe ich sowohl privat als auch beruflich Kontakt nach Deutschland“

Ich arbeite mit meinen Freunden und Kollegen gemeinsam an einigen Projekten. Aber auch zu vielen der Alumni in Kabul stehe ich in Verbindung.

Aktuell arbeite ich als Verwaltungsfachkraft (CIM-Experte) im Hochschulministerium in Kabul. Im Rahmen meiner Tätigkeit habe ich 137 neue medizinische Lehrbücher publiziert. Die Gelder kommen von der DAAD und der Kinderhilfe-Afghanistan. Des Weiteren habe ich ein Konzept zur nachhaltigen Gesundheitsversorgung entwickelt und auch die erste interdisziplinäre Tagesklinik aufgebaut, die kurz vor der Eröffnung steht. Ich plane ein nationales Lehrbuchprogramm (Afghan National Textbook Programm) für alle Fächer zu entwickeln. Zudem möchte ich weitere ähnliche Kliniken aufbauen.

Drei schlichte, aber überwältigend starke Leidenschaften haben mein Leben bestimmt: das Verlangen nach Liebe, das Streben nach Wissen und das unerträgliche Mitgefühl für das Leiden der Menschen in Afghanistan.

DR. YAHYA WARDAK ZUM ALUMNIPORTAL DEUTSCHLAND

Das Alumniportal bietet mir die Möglichkeit Jobs und Weiterbildungen zu finden. Darüber hinaus kann man Kontakte pflegen und das eigene soziale Netzwerk verstärken. Bisher nutze ich dieses Angebot noch recht wenig, möchte dies in Zukunft aber in jedem Fall ändern.

Außerdem möchte ich künftig ein Alumni Netzwerk Afghanistan (ANA) aufbauen. Das Netzwerk  dient dazu, die Verbindungen zwischen den ehemaligen Studenten untereinander und mit der Alma Mater herzustellen bzw. zu vertiefen sowie eine Bindung mit Deutschland aufrecht zu erhalten.

Durch dieses Netzwerk wird sowohl persönlicher als auch beruflicher und wissenschaftlicher Austausch stattfinden können. Dieses Netzwerk soll offen sein für alle die in Deutschland studiert bzw. länger als zwei Jahre in ihren Beruf gearbeitet haben. Es ist an der Zeit ein Alumni-Netzwerk aufzubauen, damit eine Vernetzung dieser Experten stattfinden kann.

 

Durch den Aufbau eines Forums im Internet und die Organisation von alljährlichen Treffen kann dieses Netzwerk gefestigt und die vorhandenen Potentiale gebündelt werden.

Herzlichen Willkommen zu wardak.org!

Hier erhalten sie exklusive Informationen über die Wardaks und andere afghanische Stämme. Unsere Geschichte und berühmten Persönlichkeiten werden Ihnen vorgestellt. Außerdem werden sie Provinz Wardak in Zentralafghanistan kennenlernen. Ein weiteres Ziel ist es, für die Menschen zu arbeiten und wenn möglich ihre Lebensbedingungen zu verbessern in einer schwierigen Zeit der afghanischen Geschichte, in der erneut internationale Aufmerksamkeit gerichtet ist auf wichtige künftige Entscheidungen in der Region.

Falls Sie sich für dieses Projekt interessieren, oder uns unterstützen möchten (wenn auch nur mit guten Ideen), dann wenden Sie sich bitte an:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Außerdem möchten wir weltweit alle Wardaks und an Afghanistan interessierte Menschen vernetzen, wenn Sie in unserer Liste aufgenommen werden möchten, senden Sie bitte eine email an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

WARDAK, ABDUL AHAD

Born about 1880, son of Kazi Ghulam (known as Rais-i-Shura). An Ismail Khel Ghilzai. Held the title "Sardar-i-Ala." Owing to long residence in Wardak, was known as Wardaki. From 1909 to 1916 was Chief Usher, Arzbegi, to Amir Habibullah. Appointed Governor, Hakim, of Kataghan. Was arrested with his brother for complicity in the assassination of Amir Habibullah Khan in 1919 and banished, but was later acquitted. In 1922 was appointed Aide-de-Camp to King Amanullah. Sent to Wardak valley during the Mangal Rebellion in 1924-25 to maintain loyalty among the Wardakis. During Amanullah's abscence in Europe he was for four months Governor of the Eastern Province but was relieved and sent to Moscow to meet with King Amanullah. Returned to Kabul in July 1928. Officiating Minister of Interior, November 1928. Supported Amanullah in his efforts to regain his throne from Kandahar. Fled with Amanullah to India, May 1929, and went to Iran. Returned to Afghanistan, December 1929. President of the National Council, Rais-i-Shura-ye Milli, in 1930. In November 1931 proceeded to Farah as Supreme Civil and Military Administrator, Rais-i-Tanzimia. Returned to Kabul in spring of 1932 and was re-elected President of the National Council in 1932 and again in 1933. Served on a commission dealing with the Helmand water dispute, June 1933. In October 1933 visited Northern Afghanistan with Prime Minister Muhammad Hashim and others. Re-elected President of National Council 1934, 1937-40 and 1943. Died in 1949.

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WARDAK, ABDUL QAYYUM (KAYUM)

Born 1923, the son of Muhammad Ibrahim. Obtained B.S. degree in Mathematics, University of Illinois, 1952; and M.A. degree in Nuclear Physics, Georgetown University, 1954. Returned to Afghanistan, 1955. Graduate studies in the Soviet Union. Attended School of Nuclear Science, Lemont, Illinois, 1957. Physics Teacher, Kabul Military Academy, 1955. Member, Faculty of Science, Kabul University, 1960. Dean of Science Faculty, Kabul University, 1972. Minister of Mines and Industries, 1973-75. Minister of Education, 1974. Minister of Tribal Affaires, 1976. Married to Masuma Asmati (former Member of Parliament and Teacher at Pashto Academy).

Source:


WARDAK, HAFIZULLAH

Born 1949 in Jaghatu, Wardak, the son of Bismillah Khan (son of Muhammad Zarin, Representative
of Wardak in Amanullah period). Educated in Jaghatu, at Qari Abdullah Khan School, Kabul, and
Habibia High School, graduating 1965. Exchange Student in United States, 1963-64. Attended Faculty
of Engineering, Kabul University, 1966-68, and University of Hawaii, graduating with B.S. in Civil
Engineering, 1971. Obtained M.S. degree in Civil Engineering, Case Western Reserve University,
Ohio, 1973. Worked part-time as Reporter, Kabul Times, 1964-66, and for Red Crescent magazine
and its weekly Radio Program. Structural Engineer, Afghan Construction Co., Ministry of Public 
of University Committees. Author of several technical papers in Kabul University journals. Came to the United States and worked as Civil and Structural Engineer in Ohio and Chicago since 1981. Editor, Afghanistan News, published in Chicago. Married to Soraya (a Logari) and has three children.

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WARDAK, DR. MUHAMMAD OMAR

Son of Abdul Ahad (President of Shura under Hashim Khan). Minister of Interior, November 1967-69. President, Lower House. Arrested in January, 1978-80. Lives in Kabul.
WARDAK, WASIL ABDUL GHAFUR
Educated at the Faculty of Law and Political Science, Kabul University, and in Public Administration in the United States. Subgovernor in various provinces, 1960-65. In charge of Administrative Reform in Prime Ministry, 1970-73. Governor of Parwan. President of Administration, Ministry of Interior under President Daud. Arrested with two of his brothers, June 1978 to Jan. 1980. In Pakistan Member of a Mujaheddin group. Mother tongue Pashto.

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